Madone

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Madone

Die bereits seit zwei Jahren bewährte Praxis, auf der Anreise zur Skitourenwoche eine Prologtour zu planen, wollten Dani und ich auch im dritten Jahr fortsetzten. Auf der Reise über den Gotthard nach Milano, Turin und Briançon lag eine Tour in der Leventina “auf dem Weg”. Schneelage, Umweg ab Autobahn und Wetterverhältnisse liessen die Wahl auf den Madone fallen. Immerhin erhielt der schon seit 1985 keinen Besuch mehr von mir. Fast 30 Jahre später machten wir uns also wieder auf den Weg. Wie schon damals startet man beim Eisstadion “Valascia” des Hockey-Clubs Ambrì-Piotta. Mindestens so lange wie ich nicht mehr auf dem Madone war hält sich dieser Club in der obersten Eisliga der Schweiz, für mich immer noch ein Unikum. So ein kleines Dorf im unwirtlichen Bergtal hat einen Hockey-Club mit Millionenbudget. Wie das wohl geht?

Auch die Fortsetzung der Tour war wie anno dazumal: Meine nigelnagelneue Skiausrüstung (Ski, Bindung, Felle, Schuhe, Harscheisen) musste den Härtetest bestehen. Mit Danis Hilfe schaffte ich die Umstellung der Fritschi-Vipec-Bindung von Abfahrt auf Aufstieg. Leider lag auf dem Waldweg nicht mehr genügend Schnee, sodass bis halbwegs nach Gioett mehrere Tragepassagen zu überwinden waren. Gerade richtig zum Materialüben und Zielen des Einstiegs in die Pins der Bindung, die ihr Loch im Schuh einfach nicht finden wollten. Ab Gioett lag dann absolut genügend Schnee, vorerst allerdings wegen der wolkenverhangenen Nacht noch ungenügend verfestigt. Wir kamem trotzdem flott höher und grüssten vier Stunden nach dem Start um 7 Uhr vom Gipfel. Die Aussicht war ein guter Vorgeschmack auf das was später in der Woche folgen sollte. Bei der Abfahrt - so waren wir uns einig - gab es noch Steigerungspotential. Immerhin gut die Hälfte war Genuss, der Rest zwischen fahrbar und gut. Um 12:30 nahmen wir dann die lange Weiterreise nach Briançon in Angriff, wobei wir in Como einen Zwischenstopp einlegten, um Kuno aufzuladen, der am E-Band Weekend war. Dank dreier Fahrer war die Autobahn-Blocherei erträglich. Über den Col du Montgenèvre gelangt man nach Briançon, das hübsche Bergstädtchen auf 1200 Meter. Auch Kuno und Dani waren begeistert von der Cité du Vauban (Befestigungsanlage) und vom Charme des französischen savoir vivre. Kuno hatte direkt am Place du Temple ein gemütliches Zimmer reserviert, dessen Erdgeschoss-Bar noch vor dem Umpacken der Rucksäcke Besuch von uns bekam.

Id387
Datum06.04.2014
TourMadone
Ziel erreichtJa
RouteAmbrì-Piotta Eisstadion - Gioett - Alpe Cara - Valle dei Cani - Madone
GipfelMadone (Pizzo della Sassada) 2710m
BegleiterDani
GebietTicino und Misox
TourentypSkitour
HM aufwärts1705
HM Abstieg1709
Distanz km15.05
VerhältnisseWenig Schnee im Waldweg, ab Gioett viel Frühlingsschnee, zuerst nicht tragfähig, ab ca. 1700 tragfähige Kruste. Insgesamt gute Abfahrtsbedingungen.
Hütten
Feat. Fototbi_2014-04-06.jpg
Tourenideen
Aufstiegszeit04:00:00
Abstiegszeit01:00:00
SchwierigkeitWS
Wetterschön - leicht bewölkt
MaterialSkitour normal

volle Distanz: 15540 m
Maximale Höhe: 2691 m
Gesamtanstieg: 1720 m
Gesamtabstieg: -1722 m
Gesamtzeit: 05:13:20
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