Sangigrat

Sangigrat

Das Kriterium des ersten Schnees der Skisaison 2015/16 suchten wir im Bisisthal. Dies war mein Vorschlag an Beni, als wir an der Santa-Probe im Sankt Anna am Vorabend definitiv für eine Skitour abmachten. Ich hatte wenig bis keine Anhaltspunkte, ob dies eine gute Wahl war. Sicher war bloss, dass es vor Wochenfrist geschneit hatte. Mittlerweile hatten aber bereits wieder Regen und warme Temperaturen für unstete Verhältnisse gesorgt. Als wir in Schwarzenbach anlangten und einen Blick Richtung Pfannenstock riskierten, den ich eigentlich ins Auge gefasst hatte, realisierten wir, dass der fehlende Schnee im unteren Teil dieser Tour erhebliche Belagsschäden zur Folge gehabt hätte, falls man da abgefahren wäre. Deshalb schwenkten wir auf die andere Talseite hinüber, wo es die Strasse Richtung Hüttenboden erlaubte, materialschonender in schneereichere Hänge vorzudringen. 

Den etwas langweiligen Weg in die höheren Gefielde verkürzten wir uns mit Gesprächen. Auf der Hochebene der Rüteliegg / Hüttenboden gab es immer noch mehrere Tourenziele, die anvisiert werden konnten. Der sich leider bedeckende Himmel sowie die Nähe des Sangigrates liess uns für diese Option votieren. In Frage wären auch noch das Firsthöreli oder der Seestock gekommen, welche aber im Gegensatz zum Sangigrat von uns schon bestiegen waren. 

Obschon die Schneelage im Bereich der Rossbodenegg knapp war und die Sicht immer schlechter wurde, kämpften sich Beni und ich höher und höher. Da der oberste Bereich des Berges abgeblasen war und die Zerstörung des Skibelages nicht in Erwägung gezogen wurde, legten wir das letzte Stück zu Fuss zurück. Zwar schoben sich von Norden her immer dunkelgrauere Wolken näher, aber über unseren Köpfen war es aber einigermassen aufgehellt. Dies erlaubte gute Einblicke in die nahe, uns wohl bekannte Bergwelt und erlaubte eine ruhige Gipfelrast. 

Schon im Aufstieg war uns klar geworden, dass es heute nichts mit einer berauschenden Abfahrt werden würde. Zu unterschiedlich waren die wind- und regengeprägten Schneeverhältnisse, als dass Skigenuss hätte aufkommen können. So vernichteten wir die im Aufstieg absolvierten Höhenmeter auf möglichst schnelle und kraftschonende Weise, was leider nur bedingt gelang. Also hatten wir die Linzertorte und das suure Moscht im Schwarzenbach verdient und traten leistungszufrieden die Heimreise an. 

Id2619
Datum04.12.2015
TourSangigrat
Ziel erreichtJa
RouteSchwarzenbach im Bisisthal - In den Zügen - Fadbödeli - Stäfeli - Rüteliegg - Hüttenboden - Siwboden - Rossbodenegg - Sangigrat. Gleicher Weg zurück.
GipfelSangigrat 2279m
BegleiterBeni
GebietZentralschweiz
TourentypSkitour
HM aufwärts1331
HM Abstieg1331
Distanz km18.52
VerhältnisseUnten wenig Schnee, oben genügend. Leider überzieht es rasch. Sicht schlecht. Schnee sehr abwechslungsreich... Zu warm.
Hütten
Feat. FotoIMG_5744_b0j446yboo8o.JPG
TourenideenLauiberg (im W des Wasserbergfirst)
Aufstiegszeit03:55:00
Abstiegszeit01:45:00
SchwierigkeitWS
Wetterwolkenverhangen
MaterialSkitour normal

volle Distanz: 18791 m
Maximale Höhe: 2267 m
Gesamtanstieg: 1391 m
Gesamtabstieg: -1397 m
Gesamtzeit: 05:42:02
Download

(Visited 153 times, 1 visits today)
Menü schließen