Monte Chersogno

Monte Chersogno

Schon zwei Tage vor dem heutigen Karfreitag hatten wir die Abschlusstour unserer Tourenwoche bestimmt: den Monte Chersogno. Von Fulvia wurde er als "Cervino della Valle Maira", also als Matterhorn des Tales, gepriesen und auch wir fieberten dessen Besteigung entgegen. Dass wir den Berg mit dem traumhaft schönen Namen Chersogno für den Abschlusstag horteten, hatte auch praktische Gründe. Er lag mehr oder weniger direkt oberhalb von San Michele, wo unsere Unterkunft lag. Also mussten wir keine lange Anreise einplanen und konnten mit dem liebenswürdigen Corrado auch aushandeln, dass wir unser ganzes Gepäck in der Wohnung lassen durften und nach der Tour sogar noch duschen konnten. 

Mit dem Auto konnten wir bis auf 1700m ü.M. in den Weiler Campiglione fahren. Dort wies nur das Fahrsträsschen zu den Hütten auf der Alp Chiotti noch Schnee auf, die Hänge rundherum waren schon braun. Auf der Strasse liess es sich aber fast unterbruchsfrei fellen, was uns das Skitragen ersparte. Der Weiterweg war im unteren Teil von Frühlingsverhältnissen geprägt, während weiter oben (man umrundet den Gipfel beim Höhersteigen fast vollständig) windgeprägte Hartschneekonditionen herrschten. Wir konnten aber dank unseres Materials und Trainings überall gut höhersteigen. Um ca. 10 Uhr, nach guten drei Stunden Aufstieg, waren wir beim mächtigen Gipfelkreuz, das auch vom Tal her gut sichtbar ist. Ein etwas milchiger Himmel trübte die Aussicht kaum, kündete aber von einer heranziehenden Schlechtwetterfront. Diese sollte uns nicht kümmern, mussten wir uns nach der Tour ja sowieso auf den Heimweg begeben. 

Nochmals genossen wir auf der Abfahrt die "bella crema", insbesondere im zweiten Teil. Wenn es sich so leicht schwingt, ist man jeweils viel zu rasch wieder am Ausgangspunkt zurück, so auch diesmal. Standesgemäss wurde die Tourenwoche von Kuno abgepfiffen und wir durften uns einmal mehr zu einer gelungenen, unfallfreien und erlebnisreichen Woche gratulieren. Hoffentlich dürfen wir das in diesem Kreis noch viele Male erleben!

Vom Rest des Tages lohnt sich noch die Episode mit dem Dolcetto d'Alba zu erwähnen. Da uns dieser Rotwein die vergangenen Tage immer sehr gemundet hatte, wollten wir ein paar Flaschen davon nach Hause mitnehmen. Weil wir aber nicht recht wussten, wo es solchen Wein am Besten zu kaufen gab, fragten wir Corrado. Dieser organisierte via seine Töchter und ihre Bar unten in Dronero 36 Flaschen, die wir auf der Durchreise nur noch abzuholen und zu bezahlen brauchten. Verbunden natürlich mit einer feinen Pasta, die uns die lange Heimreise ohne weitere Zwischenstopps gestattete. Verkehrsmässig kamen wir zwar super durch. Es war aber trotzdem 20 Uhr 30, bevor wir unsere Lieben in die Arme schliessen konnten. Erzählstoff gab es nun wahrlich genug, was den Tag natürlich nochmals verlängerte.

Gleich am nächsten Tag galt es dann übrigens wieder zu packen: wir wollten noch ins Skilager nach Scuol mit einer Rasselbande von 45 Leuten. Es sollte uns 6 x Skifahren der Superklasse erwarten, weil Schnee und Wetter im Bündnerland einfach nur "eccezionale" waren. 

Id2587
Datum03.04.2015
TourMonte Chersogno
Ziel erreichtJa
RouteCampiglione - Gr. Chiotti - Pt. 2112 - Colle di Chiosso - Passo unterhalb der Punto della Gardetta - Passo Pt. 2880 - Monte Chersogno. Gleicher Weg zurück.
GipfelMonte Chersogno 3024m
BegleiterDani, Kuno
GebietPiemont
TourentypSkitour
HM aufwärts1327
HM Abstieg1327
Distanz km14.05
VerhältnisseSüdhänge schon stark ausgeapert. Bei früher Abfahrt schöne Sulzverhältnisse ("crema"). Nordhänge oberhalb 2700m hart.
Hütten
Feat. FotoP4031898.JPG
TourenideenSehr viele (weit über 100) Tourenmöglichkeiten im Val Maira. Siehe Karte und Buch.
Aufstiegszeit03:22:00
Abstiegszeit01:00:00
SchwierigkeitZS
Wetterschön - leicht bewölkt
MaterialSkitour normal

volle Distanz: 14044 m
Maximale Höhe: 3024 m
Gesamtanstieg: 1389 m
Gesamtabstieg: -1406 m
Gesamtzeit: 22:59:13
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