Clariden

Clariden
Theophil oberhalb Klausenpass im Aufstieg auf den Clariden

Also doch noch eine Skitour in dieser Saison! Das prächtige Auffahtswetter 2017 (vier fast wolkenlose und warme Sommertage) lockte nach draussen. Das wurde für Gartenarbeit, biken, faulenzen und eben noch einmal skitouren genutzt. Zwar hatte ich die Ski schon eingesommert (grosse Einwachsaktion am 13. Mai), aber die tadellosen Abstrahlungsverhältnisse und - am allerwichtigsten - ein mehr als valabler Tourenpartner liessen mich nochmals Skitourenpläne schmieden. Zu dieser Jahreszeit kommt der Clariden immer in Frage, und weil der Klausenpass schon offen war und gute Schneeverhältnisse lockten, war Theophil schnell zu diesem Gipfelziel überredet. Kam noch dazu, dass er diese klassische Frühlingsskitour nicht kannte und sich gerne auf meine Ortskenntnis verliess. 

Mit Start um fünf Uhr zu Hause und halb sieben Uhr auf dem Klausen lagen wir schneetechnisch richtig. Auch einen Parkplatz fanden wir gerade noch, obwohl wir natürlich alles andere als die Einzigen waren, die auf den Clariden oder das Schärhorn wollten. Eine schöne Spur, wenn auch etwas glasig, zog nun die mir bestens bekannten Hänge Richtung Iiswändli hoch. Ob das besser mit oder ohne Harsteisen ging, ermittelten wir empirisch. Kurz unterhalb der ehemaligen Schlüsselstelle "Iiswändli" legten wir eine schöne Pause ein und bewunderten die tolle Berg- und Talsicht.

Nach der Pause schlug ich ein etwas höheres Tempo als Theophil ein, weil er sich mit dem Clariden Vorgipfel begnügen würde, ich aber den Kettenweg zum Gipfelkreuz nicht auslassen wollte. Trotz Überholmanövern und viel Fussgängerbetrieb auf dem Gipfelgrat war ich um zehn Uhr am Gipfel. Die Aussicht rühmen musste ich alleine, aber gegenüber den letzten paar Mal, als jeweils eine Wolke die Sicht trübte, herrschte heute ungehinderte Fernsicht bis zum Monte Rosa. Dorthin hätte ich übrigens an diesen Auffahrtstagen auch hinreisen können: Minu war mit Ruedi ins Wallis gepilgert. Vier Tage in einer vollen Hütte waren mir aber etwas zu viel. 

Trotz relativ langer Gipfelrast musste ich im Abstieg eine lange Zwischenpause einlegen, weil zwei Seilschaften für den Aufstieg eine halbe Ewigkeit benötigten. Dank der Ketten und meiner Steigeisen war ich nachher aber rasch bei Theopil zurück. Wir beschlossen, noch die kleine Erhebung zwischen Clariden und Chammlijoch, den Punkt 3126, zu besteigen und so die Abfahrt zu verlängern. Mit Panoramaaufnahmen und einer herzlichen Umarmung feierten wir diesen gemeinsamen zweiten Gipfel. Es ist einfach herrlich, mit diesem gutgelaunten und sehr dankbaren Freund aus dem Santa Maria Orchester Berge zu besteigen. Nach dem Bächenstock war dies nun unsere zweite gemeinsame Unternehmung. 

Die Abfahrt war Weltklasse! Wir hielten uns stets links der Aufstiegsspur und konnten so fast unverfahrene Hänge geniessen. Bei einer buchstäblich filmreifen Szene kam ein Felsblock ungeplant rasch auf mich zu. Nur mittels Sprung konnte ich eine Kollision vermeiden. Das war nicht besonders smart! Trotzdem genossen wir auch den Rest des nun etwas tieferen Schnees und landeten etwas unterhalb der Passhöhe. Der kleine Gegenanstieg war nicht der Rede wert. Schnell waren die Tourenutensilien abgestreift und die Turnhosen montiert. So liess sich der Fitnessteller im Hotel Post zu Urigen bequemer geniessen. Wie es sich für eine richtige Maiskitour gehört, liessen wir uns auch das Bad im Vierwaldstättersee nicht nehmen. An Theophils Domizil im Salzfass (Seeburg) genossen wir erst den Sandstrand und den fast schon 19° warmen See, bevor ein kühles Bierchen auch körperinwändig für Abkühlung sorgte. So machen diese Frühlingstage doch rundherum Spass!

Id2687
Datum26.05.2017
TourClariden
Ziel erreichtJa
RouteKlausenpass - Iswändli - Chammlijoch - Clariden. Fast gleicher Weg zurück mit Abstecher über Pt. 3126 und Abfahrt am Chammlihöreli vorbei und Chrächen zurück zum Auto.
GipfelClariden 3268m
BegleiterTheophil
GebietZentralschweiz
TourentypSkitour
HM aufwärts1451
HM Abstieg1451
Distanz km13.94
VerhältnisseTadellose Frühlingsskitourenverhältnisse. Gute Abstrahlung und schöner Sulz zum abfahren.
Hütten
Feat. Fototbi_2017-05-26.jpg
TourenideenChammliberg
Aufstiegszeit03:20:00
Abstiegszeit01:40:00
SchwierigkeitZS
Wetterschön - wolkenlos
MaterialSkitour normal

volle Distanz: 12897 m
Maximale Höhe: 3213 m
Gesamtanstieg: 1484 m
Gesamtabstieg: -1502 m
Gesamtzeit: 06:01:07
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